Uhr zwischen Winter- und Sommerlandschaft, die den Zeitunterschied zwischen Winter- und Sommerzeit symbolisiert.

In der Nacht von Samstag, 24., auf Sonntag, 25. Oktober 2026, wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Um 3 Uhr ist es wieder 2 Uhr. Sie gewinnen eine Stunde Schlaf, und ab diesem Wochenende ist es morgens eine Stunde früher hell und abends eine Stunde früher dunkel.

Eine Stunde klingt nach nichts. Trotzdem spüren viele Menschen sie noch tagelang: wach, bevor der Wecker klingelt, um neun Uhr abends schon müde, oder genau umgekehrt. Ihr Körper richtet sich nicht nach der Uhr an der Wand, sondern nach dem Licht. Ehrlich gesagt finden wir, dass es Zeit wird, damit aufzuhören, und viele unserer Leser sehen das genauso. Hier lesen Sie, warum die Umstellung so spürbar ist, warum es sie immer noch gibt und was Sie tun können, um Ihren Rhythmus mitzunehmen, solange es dabei bleibt.

Wann wird die Uhr umgestellt?

  • Winterzeit 2026: Sonntag, 25. Oktober. Um 3 Uhr wird die Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist eine Stunde länger.

  • Sommerzeit 2027: Sonntag, 28. März. Um 2 Uhr wird die Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Die Nacht ist eine Stunde kürzer.

Die Regel ist immer dieselbe: Am letzten Sonntag im März wird die Uhr vorgestellt, am letzten Sonntag im Oktober zurück. Die bekannte Eselsbrücke: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor das Haus, im Herbst stellt man sie zurück in den Schuppen.

Ist die Winterzeit die normale Zeit?

Ja. Was wir Winterzeit nennen, ist eigentlich die Normalzeit: in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Mitteleuropäische Zeit. Die Sommerzeit ist die Ausnahme, eine Stunde, die wir uns im März leihen und im Oktober zurückgeben.

Legt man die Uhr neben die Sonne, zeigt sich übrigens etwas Erstaunliches. Die Mitteleuropäische Zeit ist auf den 15. Längengrad abgestimmt, der durch Görlitz an der Grenze zu Polen verläuft. Nur dort steht die Sonne im Winter um 12 Uhr am höchsten. In Köln ist es im Winter erst gegen 12:30 Uhr so weit, im Sommer sogar gegen 13:30 Uhr.

Warum gibt es überhaupt eine Sommerzeit?

Das Deutsche Kaiserreich führte die Sommerzeit 1916 als eines der ersten Länder ein, mitten im Ersten Weltkrieg, um Brennstoff zu sparen. Danach verschwand sie wieder, kehrte im Zweiten Weltkrieg zurück und war nach 1949 lange abgeschafft. Seit 1980 stellen beide deutsche Staaten die Uhr wieder jedes Jahr um, damals auch als Folge der Ölkrise. Die Idee war einfach: Wenn es abends länger hell ist, gehen weniger Lampen an.

Mit LED-Beleuchtung ist diese Einsparung so gut wie verschwunden. Was bleibt, ist zweimal im Jahr eine Störung des Rhythmus einer ganzen Bevölkerung, für einen Vorteil, den es kaum noch gibt.

Warum ist die Sommerzeit noch nicht abgeschafft?

Vor einigen Jahren sah es wirklich danach aus. 2018 fragte die Europäische Kommission die Bürger nach ihrer Meinung. Es kamen 4,6 Millionen Antworten, so viele wie nie zuvor bei einer solchen Befragung, rund drei Millionen davon aus Deutschland. 84 Prozent wollten die Zeitumstellung abschaffen. Die Kommission schlug das Ende vor, und im März 2019 stimmte das Europäische Parlament zu, mit 2021 als Zieljahr.

Danach wurde es still. Die Mitgliedstaaten müssen sich gemeinsam einigen, und das gelingt nicht. Der Knackpunkt ist die Frage, welche Zeit es dann werden soll: dauerhafte Sommerzeit oder dauerhafte Winterzeit. Entscheiden sich Nachbarländer unterschiedlich, bekommt Europa einen Flickenteppich aus Zeitzonen, und dafür will keine Regierung die Verantwortung tragen. Der Vorschlag liegt seitdem in der Schublade.

Wenn es nach Ihrem Körper ginge, wäre die Antwort ziemlich klar. Fachgesellschaften der Schlaf- und Chronobiologieforschung sprechen sich für die dauerhafte Winterzeit aus, also die Normalzeit. Dann fällt das Licht morgens in dem Moment, in dem Ihre innere Uhr es braucht. Bei ewiger Sommerzeit ginge die Sonne im Dezember im Westen Deutschlands erst gegen halb zehn auf. Warum das wichtig ist, lesen Sie weiter unten.

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Was die Umstellung mit Ihrem Körper macht

Fast alles in Ihrem Körper folgt einem Tagesrhythmus: wann Sie müde werden, Ihre Körpertemperatur, Ihr Appetit, die Bildung von Hormonen. Diese innere Uhr, in der Fachsprache der zirkadiane Rhythmus, läuft von sich aus nicht genau 24 Stunden und wird deshalb jeden Tag neu gestellt. Das wichtigste Signal dafür ist Licht, und zwar vor allem das Licht, das morgens in Ihre Augen fällt.

Eine kleine Gruppe von Nervenzellen tief im Gehirn, direkt über der Stelle, an der sich die Sehnerven kreuzen, empfängt dieses Lichtsignal und gibt es an den übrigen Körper weiter. Einer der Empfänger ist die Zirbeldrüse. Sie bildet Melatonin, sobald es dunkel wird, und hört damit auf, wenn wieder Licht in Ihre Augen fällt. Melatonin ist so das Signal Ihres Körpers an sich selbst: Es ist Abend. Über diese kleine Drüse und den Platz, den sie als drittes Auge seit Jahrhunderten in spirituellen Traditionen hat, haben wir einen eigenen Artikel geschrieben: die Geheimnisse der Zirbeldrüse.

Wenn die Uhr zurückgestellt wird, ändert sich draußen nichts: Die Sonne geht auf, wann sie immer aufgeht. Was sich verschiebt, ist Ihr Tag. Gemessen an der Sonne stehen Sie eine Stunde später auf, und Sie essen, arbeiten und schlafen zu einer anderen Zeit, als Ihr Körper es gewohnt war. Die meisten Menschen haben sich nach einigen Tagen bis einer Woche daran gewöhnt.

Der schwierigste Teil kommt danach. Ab Ende Oktober werden die Tage schnell kürzer, und um den kürzesten Tag herum geht die Sonne im Westen Deutschlands erst gegen halb neun auf. Wer früh aus dem Haus geht und den ganzen Tag drinnen arbeitet, sieht unter der Woche manchmal kaum Tageslicht. Dann fehlt genau das Morgenlicht, mit dem sich Ihre innere Uhr jeden Tag neu stellt.

So helfen Sie Ihrem Rhythmus

  • Verschieben Sie schon etwas vorher. Gehen Sie an den Abenden davor jeweils eine Viertelstunde später ins Bett und stehen Sie etwas später auf. Dann ist der Sprung am Sonntag kleiner.

  • Suchen Sie morgens das Licht. Gehen Sie, wenn möglich, in der ersten Stunde nach dem Aufstehen kurz nach draußen, und sei es nur eine Viertelstunde. Selbst ein grauer Morgen draußen bietet viel mehr Licht als ein gut beleuchteter Raum.

  • Halten Sie den Abend ruhig. Helles Licht und Bildschirme spät am Abend sagen Ihrem Körper, dass es noch Tag ist. Dimmen Sie das Licht eine Stunde vor dem Schlafengehen.

  • Halten Sie feste Zeiten ein. Ungefähr zur gleichen Zeit aufstehen und essen, auch am Wochenende, hilft Ihrer inneren Uhr mehr als einmal kräftig ausschlafen.

  • Denken Sie an Vitamin D. Von Oktober bis März steht die Sonne in Deutschland zu tief, als dass Ihre Haut nennenswert Vitamin D bilden könnte. Das Robert Koch-Institut nennt deshalb unter anderem ältere Menschen, Menschen mit dunkler Haut und Menschen, die selten draußen sind, als Gruppen, für die ein Vitamin-D-Präparat sinnvoll sein kann.

Licht, wenn Sie morgens nicht nach draußen können

Nicht jeder kann morgens eine Runde spazieren gehen. Dafür wurde die Luminette entwickelt: eine Lichtbrille, die Sie tragen, während Sie frühstücken, Zeitung lesen oder Ihre E-Mails durchgehen. Das Licht kommt von oberhalb der Augen, sodass Sie ganz normal um sich blicken. Eine Sitzung dauert 20 bis 45 Minuten, einmal am Tag, am besten am Morgen. Die Brille wiegt 65 Gramm und passt über eine normale Brille.

Sitzen Sie morgens vor allem im Auto oder am Computer? Die Luminette Drive ist eine kleine Lichtquelle, die Sie mit einem Magnetclip an der Sonnenblende oder am Rand Ihres Bildschirms befestigen. Auch sie sitzt oberhalb Ihres Blickfelds, sodass die Sicht frei bleibt. Mehr über Tageslicht und wie beide funktionieren, lesen Sie in Natürliches Licht: warum Ihr Körper nicht ohne es auskommt.

Haben Sie eine Augenerkrankung oder Grauen Star, oder sind Sie wegen einer psychischen Erkrankung in Behandlung? Dann sprechen Sie vor Beginn einer Lichttherapie mit Ihrem Augenarzt oder Hausarzt.

Zum Schluss

Wir hoffen, dass in Brüssel irgendwann eine Entscheidung fällt, am liebsten für die Winterzeit. Bis dahin machen wir zweimal im Jahr mit. Die Stunde, die Sie am Sonntag zurückbekommen, ist meist der leichte Teil. Der Unterschied liegt in den Monaten danach: ob Sie trotz der kurzen Tage genug Licht bekommen, wenn Ihr Körper danach verlangt. Dafür können Sie selbst viel tun, mit einem Morgenspaziergang, mit festen Zeiten und, wenn das nicht klappt, mit Licht im Haus.

Fragen zur Luminette oder dazu, was zu Ihnen passt? Schreiben Sie uns an info@meditecheurope.nl. Wir helfen Ihnen gern weiter.